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Abenteuer, Ansprüche und 'Das Traumhotel'

Abenteuer, Ansprüche und "Das Traumhotel"

Christian Kohlund über Abenteuer, Ansprüche und seine ARD-Reihe „Das Traumhotel“

Hotels spielen in Ihrem Leben eine zentrale Rolle. Leben Sie gerne aus dem Koffer?
Ich komme aus einer Zigeunerfamilie, wenn Sie so wollen. Mein Großvater und meine Eltern waren beim Theater und beim Film. Das ist schon eine vagabundierende Truppe. Und irgendwo, auch wenn man noch so eine große Sehnsucht nach einem Zuhause hegt, hat dieses Rausgehen und Unterwegssein doch große Vorteile. Es bereichert einen. Ich bin immer ein Abenteurer gewesen und habe immer gern in anderen Ländern gearbeitet, mit Menschen die mich nicht kennen. Ich bin dankbar, diese Chance zu haben.


Die ARD-Serie „Das Traumhotel“ hat Sie rund um den Globus geführt. Wo war es besonders schön?
Nach diesen vierzehn Filmen gibt es keinen Lieblingsort und kein Lieblingshotel. Jedes Land hat auf seine Art fantastische Seiten. Ich habe in diesen fünf, sechs Jahren wahnsinnig viel erlebt, ich mache das sehr gerne. Aber es ist nur ein Teil meines Berufes. Mein Großvater hat immer gesagt: „An einem Abend spielst Du Shakespeare und am nächsten trittst Du in der Operette auf.“ „Das Traumhotel“ ist die Operette.


In Deutschland unterscheidet man peinlich genau zwischen Unterhaltung und Ernstem. Nervt Sie das?
Es stört jeden von uns. Wir aus der älteren Generation haben im sich Verändern immer eine große Qualität gesehen. Jetzt ist diese Welt sehr kommerziell geworden, und man tendiert zum Schubladendenken. Es kommt aus dem Inneren der Branche, das hat mit dem Publikum nichts zu tun. Ich stelle immer wieder fest, dass das Publikum sehr gerne bereit ist, einem auch mal in einem anderen Licht zu sehen, auch wenn es zunächst vielleicht irritierend ist. Es ist ein Kampf.

(Quelle: Lisa Film und Interviewauszüge aus „Thüringer Allgemeine“)
 
 
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